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Dienstag, 3. August 2010

Guten Morgen,
3. Aug.2010
Hatte gerade eine Diskusion am Telefon da wurde mir
von einem guten Freund gesagt:
" ja du, du hast es gut"! Und über meine Antwort
( ja stimmt, dafür tue ich auch was!) hat er sich
geärgert.
Um was ging es? Es ging um Zeit, Geld, Glück, Arbeit,
Ehepartner, Haus & Garten, Sport,Gesundheit usw.
Es ging darum das ich in seinen Augen immer zufrieden bin, ausgeglichen, gesund, halt immer "glücklich" bin.
Nun hab ich gesagt, das liegt daran das ich mir das so ausgesucht habe....! Und dann versuchte ich ihm folgendes zu vermitteln, wir sind was wir denken,
wir sind was wir uns angewöhnt haben. Jeder von uns
hat gute und schlechte Angewohnheiten.
Es geht oft darum schlechtes gegen gutes zu tauschen.
Wenn ich denke " ich habe keine Zeit" ist das ein
verkehrtes Denk-Muster.
Mein Beispiel war: Wer jeden Morgen 15 Min. früher
aufsteht hat in einem Monat 7,5 Std "ZEIT"! Das
ist ein Arbeitstag.
Wer jeden Tag 30 Min. weniger TV sieht schafft sich
15 Std. "ZEIT".
Ich denke nicht "keine Zeit" ich suche mir die Zeit indem ich plane.
Es sind unsere Angewohnheiten die uns erfolgreich
gesund und glücklich werden lassen.
Fleißig sein ist nicht angeboren, freundlich sein,
geduldig sein oder sportlich sein, alles Angewohnheiten
die man sich selber angewöhnt hat oder schon als Kind von den Eltern anerzogen bekam.
Wer sich erfolgreiche Menschen anschaut sollte sich zuerst die Angewohnheiten dieser Menschen anschauen.
Alles was wir 30 Tage lang wiederholen wird zur
"Angewohnheit".
Wer jetzt darüber nach denkt sollte sich mal seine
Gewohnheiten aufschreiben.
( Antwort kam dann prompt: Aufschreiben, was ein Mist, ich bin kein "Schreiber"!)
Schreiben -- Angewohnheit-- kann man doch ändern
Letztendlich kann keiner etwas ändern wenn er das nicht will.
Und so viele unter uns wollen ja gar nichts ändern,
ist ja auch unbequem. Da sagen wir doch lieber
der/die hat's gut.
Und dann ärgern wir uns über den schönen Garten beim Nachbarn " wo das Gras grüner ist"!
Ich persönlich mache jetzt in den nächsten 30 Tagen
"Selbstversuch" da ich realisiert habe, ohne
Aktion gibt es keine positive Veränderung und es
stimmt: " das wir uns auch krank denken"!
( Ich hatte Bandscheibenvorfall, warum?)
Pflege der Schwiegereltern und unser denken:
" ich kann nicht mehr"!
Mein Mann hatte dann 10 Tage nach mir das gleiche.
Jetzt ist der Selbstversuch Bauch und "Rückenmuskulatur Aufbau" das ist bei uns beiden notwendig sagt der Physiotherapeut und muss konsequent durchgeführt werden.
Schaun wir mal! Ob ich mir das angewöhne täglich
meine Übungen zu machen, sollte wie Zähneputzen
selbstverständlich werden.
Ich werde berichten...... lach!

Donnerstag, 29. Juli 2010

Pilze in der Medizin/China Japan






[ PHOTOS SIND EIGENTUM VON DORIS SUZUKI ]
Guten Morgen!
Donnerstag 29 Juli 2010

Hier auf einige Anfragen von euch meine Antwort. Hatte leider wenig Zeit in den letzten zwei Monaten aber
jetzt hoffe ich das ich wieder regelmäßig zum
schreiben komme.
Frage war:
" Japanische & Chinesische Pilze" in der Medizin
und in der täglichen Küche.

Seid vielen Jahrtausenden werden so genannte Vitalpilze
in Japan und China gegessen und in der Medizin ein-
gesetzt.
Mittlerweile ist auch wissenschaftlich erwiesen, dass sie die Fettverbrennung anregen, den Blutfettspiegel- und den Blutzuckerspiegel senken und dazu noch den Körper mit sehr hochwertigen Vitaminen und Mineralien versorgen.
Diese gesunden kleinen Powerpakete bringen den Stoffwechsel so richtig auf Trab und fördern gleichzeitig die Verdauung und geben nachhaltig ein
Sättigungsgefühl.
Der hohe Eiweißgehalt versorgt den Körper mit Aminosäuren die den Abbau von Muskelgewebe verhindern.
In Asien stehen seit jeher die Kalorienarmen, wohlschmeckenden Pilze auf dem Speiseplan. Denn mit vielen B-Vitaminen, insbesondere B1, B2, B3, Eisen, Kalzium, Phosphor, Natrium, Kalium und der Vitamin-D- Vorstufe Ergosterol ist alles an Spurenelementen ent-
halten was der Körper täglich braucht.

Pilzsorten & Anwendungsgebiete

SHIITAKE der REGULATOR ist nicht nur ein
wohlschmeckender Speisepilz sondern ein wertvoller
Vitalpilz.
Er hat die essentiellen Aminosäuren, Zink, Eisen, Kalzium, Vitamin D und Folsäure.
Die Inhaltsstoffe regulieren die Darmflora und sorgen für einen guten Stoffwechsel fördern die Immunabwehr und wirkt antibakteriell und antiviral.
Er wird frisch und getrocknet angeboten.

Maitake der Blutdrucksenker
dieser Pilz hat antidiabetische Eigenschaften und stärkt das Immunsystem.Er reguliert den Blutdruck und gilt als
regelrechter "Fettburner" in Japan weil er die Einlagerung von Fett und Glukose in der Leber reduziert.

Auricularia ist der Herzschützer
und wird in der Chin. Medizin zur Prophylaxe von
Herz-Kreislauf Erkrankungen eingesetzt.Er beugt
Arteriosklerose vor und senkt nachweislich
erhöhte Blutfettwerte.

Der ENTGIFTER CORDYCEPS
fördert die Entgiftung und wirkt sich positiv auf die Nierenfunktion aus.Er aktiviert den Stoffwechsel und
soll auch Stress und depressive Verstimmungen lindern.

Der REISHI/ LING ZHI alles"Könner" bedeutet in der Übersetzung
"PILZ DER UNSTERBLICHKEIT"
Dieser Vitalpilz ist aus der Chin.Medizin nicht mehr
wegzudenken.Er stärkt die Abwehrkräfte schützt die Zellen wirkt entzündungshemmend, senkt Blutzucker und Blutfett.
In Japan und China wird er in Pulverform als Tee
oder in der Suppe verwendet und gilt als "Medizin"

Der "Eichhase" Polyporus umbellatus
gilt in China als der "HAARWUCHS"- Förderer
und es gibt wissenschaftliche Studien die das bestätigen.


Im ältesten Kräuterbuch Chinas heißt es: „Von der Oberen Klasse der Heilmittel gibt es einhundertundzwanzig Arten, deren Aufgabe es ist, wie Könige zu herrschen. Sie er halten die menschliche Natur und gleichen dem Himmel. Sie sind nicht giftig, ganz egal, in welcher Menge und Dauer sie auch genommen werden. Willst du deinem Körper Erleichterung verschaffen und deine Kräfte stärken, und willst du lange leben ohne zu altern, so nutze diese Mittel!“ Als das wichtigste unter ihnen galt der Ling Zhi, noch vor dem legendären Ginseng.Es mag erstaunen, daß ein in Asien so beliebtes und geschätztes Naturheilmittel - allein in Japan werden derzeit jährlich mehr als 770 Millionen US-Dollar mit Produkten aus Ling Zhi und anderen Heilpilzen umgesetzt - im Westen nicht schon längst bekannt ist. Dafür gibt es jedoch eine einfache Erklärung: Bis vor relativ kurzer Zeit war Ling Zhi nur begrenzt verfügbar. Erst vor wenigen Jahren ist es gelungen, den Pilz in großem Rahmen professionell zu züchten. Seitdem ist die Anzahl wissenschaftlicher Untersuchungen über dieses traditionelle Heilmittel explosionsartig angestiegen. Danach steht heute fest: Ling Zhi ist erstens absolut ungiftig und kann daher zeitlich unbegrenzt eingenommen werden. Zweitens kann er als tägliche Nahrungsergänzung vor einer großen Zahl von Krankheiten schützen - bis hin zu Krebs.

// Mein einziger "RAT" was Reishi oder Ling Zhi anbelangt
ist folgender!//
Jeder sollte seinen gesunden Menschenverstand einsetzen
wenn es um "Nahrungsergänzungsmittel" geht.
Es sind keine "WUNDERMITTEL"
Besser ist es immer die Vitamine, Mineralstoffe usw.
aus frischen Lebensmitteln zu sich zu nehmen.
In Japan wurden alle Pilze in kleinen Mengen täglich verzerrt.
Durch Bequemlichkeit (Fertigprodukte) hat sich der Gesundheitszustand der jungen Generation sehr verschlechtert. Dadurch hat sich ein neuer Markt erschlossen,
" Nahrungsergänzungsmittel".
Bis Anfang der 80ziger Jahre "unbekannt" in Japan.
Es liegt an uns und unseren Gewohnheiten gesund zu bleiben.

Dienstag, 27. Juli 2010

August in Japan Feste feiern


 Yukata Sommer Kimono






O-bondori
Mikoshi

Geta's werden zum Yukata getragen













August in Japan
Hanabi/ Feuerwerk


Ein Mikoshi (jap. 神輿, auch: Shin’yo, wörtlich: „Göttersänfte“; 御輿, auch: Omikoshi, dt. etwa: „ehrwürdige Sänfte“) ist ein tragbarer Shintō-Schrein (bzw. Sänfte), in denen die Kami mittels eines im Mikoshi eingelagerten Shintai reisen.
Er hat ein geschwungenes, reich verziertes Dach. Bei Matsuri, japanischen Volksfesten, wird er von jungen Männern und Frauen mit Hilfe zweier waagerechter Tragbalken getragen. Die Träger stemmen sich unter die Balken und tragen es mit lauten, rhythmischen Rufen durch die Straßen. In manchen Gegenden Japans waten die Träger sogar ins Meer, um für einen guten Fang zu bitten.
Bei manchen Festen wie dem Hōnen Matsuri wird der Schrein von den Trägern wild hin und her geschwenkt. Es gibt auch je nach Fest Vorschriften für die Träger – beim Hōnen Matsuri wird der Mikoshi beispielsweise von 42 Jahre alten Männern in weißer Kleidung getragen.
Während der Matsuri werden die Mikoshi, sofern sie nicht gerade getragen werden, in einem besonderen Schrein, einem O-tabisho aufbewahrt. Diese sollen vor langer Zeit einmal bedeutsamer gewesen sein als die jeweiligen Hauptschreine.


Matsuri

Matsuri (jap. 祭り oder 祭) sind japanische Volksfeste. Sie unterscheiden sich durch regionale Besonderheiten und stehen oft im Zusammenhang mit dem örtlichen Shintō-Schrein oder buddhistischen Tempel.
Matsuri sind ausgelassene Feste, die aus dem Jahreslauf der Bauern entstanden sind. Es gibt kein landesweites Matsuri in ganz Japan, aber charakteristisch sind Frühlingsfeste zur Zeit der Kirschblüte (Hana-Matsuri) und herbstliche Feste, die im Zusammenhang mit der Reisernte stehen. Mit den Matsuri verbunden sind Tanz, Musik, Sake-Gelage und Essen. Höhepunkt ist der festliche Umzug von Mikoshi-Schreinen.


O-bon


O-bon (jap. お盆) oder nur Bon (das „O“ ist ein japanisches Honorativpräfix) ist ein japanischer buddhistischer Feiertag zu Errettung der Geister der verstorbenen Ahnen.


Entstehung
Die Ursprünge gehen auf das hinduistische Dīvalī-Fest (= Dīpāvalī; Lichterfest), verschmolzen mit Avalambana, der Preta-Speisung (hungriger Geister) und den, am selben Tag abgehaltenen, taoistischen Chung-yuen-Riten zurück. Obon ist eine verkürzte Form des Sanskrit-Wortes avalambana oder ullambana für kopfüber in der Hölle hängen und leiden, was den hungrigen Geistern (Preta) geschieht, die jedoch einmal jährlich aus der Unterwelt zurückkehren dürfen. Durch ihre symbolische Speisung soll deren Leiden in der Hölle gelindert werden.
Es gibt ein entsprechendes Avalambana-Sutra (chin. 孟蘭盆經, Yúlánpénjīng, jap. Urabon-kyō), das durch die chinesische Übersetzung Dharmarakshas d. Ä. (chin. 竺 法護, Zhú Fǎhù, jap. Jiku Hōgo; der westlichen Jin) nach Japan gelangt ist. Durch sie wird das vielseitige Zeremoniell des Allerseelenfestes (15. des 7. Mondmonats, später dann 13.-16.) mit Allerseelen-Opfer urabon-kuyō, - besonders für Vater und Mutter der jetzigen und 7 früheren Generationen - als von Shakyamuni herrührend dargestellt. Abschrift japanischerseits erhalten aus 15. Jahr Tempyō (743) 1 Faszikel.
Die Einführung der „Lichtkomponente“ des O-Bon (von Basil Chamberlain als „Laternenfest“ bezeichnet) fand in Japan erst 1230 auf Anordnung Go-Horikawa-tennōs statt. Das Abbrennen von Scheiterhaufen (oft in Form des Zeichens Dai, deshalb Daimonji no hi), am Abend des 16., soll auf Kōbō Daishi zurückgehen. Jedenfalls hat es seinen Ursprung in Shingon- oder Tendai-Riten. Die tantrische Schule hat auch eine Vielzahl von Pretaspeisungs-Opferriten (u.a. Segaki-ho, Ikitama-e) geschaffen.
Am letzten Abend werden beim Tōrōnagashi (灯籠流し) Laternen schwimmen gelassen um die Seelen der Verstorbenen zu führen.

Dieses ursprünglich religiöse buddhistische Fest ist inzwischen auch zu einem Familien-Wiedervereinigungs-Feiertag geworden, währenddessen die Menschen aus den großen Städten in ihre Heimatstädte zurückkommen und die Gräber ihrer Vorfahren besuchen und säubern.
Traditionsgemäß mit einem Tanz-Festival verbunden, besteht das Obon in Japan bereits seit mehr als 500 Jahren. Es wird im östlichen Teil Japans (Kanto) vom 13. Juli (Willkommens-Obon) bis zum 16. Juli (Abschieds-Obon) und im westlichen Teil Japans im August gefeiert. In den letzten Jahren legten die meisten Teile Tokios den Obon in die Sommerferienzeit im August.
Die mit dem Obon verbundenen Tänze werden von der Geschichte eines Jüngers Buddhas, Maudgalyāyana (jap. Mokuren), abgeleitet, der in einer Vision seine verstorbene Mutter im „Königreich der hungrigen Geister“ sah, wo sie sich der Selbstsucht hingab. Entsetzt ging er zu Buddha und fragte, wie er seine Mutter aus diesem Geisterreich befreien könne. Buddha antwortete, er solle am 15. Juli ein großes Fest für die letzten sieben Generationen der Verstorbenen ausrichten. Der Jünger tat dies und erreichte so die Befreiung seiner Mutter. Zugleich erkannte er dabei ihre Selbstlosigkeit und die vielen Opfer, die sie für ihn gebracht hatte. Der Jünger tanzte vor Freude, glücklich wegen der Freigabe seiner Mutter und dankbar für ihre Freundlichkeit.
Von diesem Tanz der Freude abgeleitet ist „Bon Odori“ oder „Bon-Tanz“, mit dem beim O-bon an die Vorfahren und ihre Opfer erinnert wird.
Obon ähnelt dem mexikanischen Día de Los Muertos, in einigen Aspekten auch dem christlichen Totensonntag.
Traditionen / Kleidung / Schuhe
Das O-bon wird in ganz Japan gefeiert. Ursprünglich tanzte das Volk Nenbutsu um die Geister der Toten zu begrüßen.
Die Art der Feier ist von Region zu Region etwas unterschiedlich. Die Präfekturen Japans haben häufig ihre eigene Weise, den Bon Odori zu tanzen, und ihre eigene Musik dazu. So ist z. B. ein Bon Odori in der Präfektur Okayama ganz anders als einer in der Präfektur Kanagawa. Die gespielte Musik reicht von klassischer Musik bis zu traditioneller japanischer Musik wie Makkō Ondo.

Yukata
Ein Yukata (jap. 浴衣, wörtlich: „Badekleidung“) ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück aus Baumwolle. Es dient vor allem als unkomplizierte, leichtere und alltäglichere Variante der Kimonos, da es einfacher zu binden und preisgünstiger ist. Ein Yukata wird nach dem Baden in japanischen Hotels, aber auch oft zu Sommerfesten, wie Feuerwerkfestivals, angezogen. Häufig wird der Yukata auch als Schlafanzug benutzt. Es ist also kein Kleidungsstück, das eine ganz spezielle und starre Verwendung hat. Er wird auch als Natsu no Kimono bezeichnet, zu deutsch „Sommer-Kimono“.


Geta


Das Wort Geta (jap. 下駄) bezeichnet japanische Holzsandalen die zusammen mit traditioneller Kleidung wie zum Beispiel dem Kimono/Yukata getragen werden. Typisch für Geta sind die hohen Sohlen, die in der japanischen Kultur, welche schon immer Reinlichkeit als hohe Tugend ansah, in früherer Zeit den Fuß auf Distanz zum Unrat auf der Straße hielten.


Aussehen und Aufbau
Auf dem hölzernen Fußbett (台 dai, wörtlich: Stand) wird ein Riemen so befestigt, dass er, zwischen dem ersten und zweiten Zeh nach oben und von dort nach rechts und links unten geführt, dem Fuß Halt im Fußbett verschafft. Das Fußbett selbst ruht auf einer meist zweigeteilten, ebenfalls hölzernen Sohle (ähnlich Sohle und Absatz bei westlichem Schuhwerk), die im Japanischen mit 歯 (ha, Zähne) bezeichnet werden. Durch die hohe Sohle sollen die Füße des Trägers vom Erdboden abgehoben und so vor Schlamm und Unrat geschützt werden, die früher die Straßen bedeckten.
Varianten
Ashi-da (足駄)
Eine Geta-Variante nach oben beschriebenem Schema, bei welcher die Stege der Sohle höher als bei gewöhnlichen Geta ausfallen. Sie wurde von der Heian-Periode bis zur Edo-Periode getragen und war speziell zum Einsatz bei regnerischem Wetter gedacht. Sie gehörten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ebenfalls auch zur Schulkleidung auf höheren Schulen, wodurch das Tragen von hohen Geta in Kombination mit Mantel und verschlissenem Hut fest mit Hochschülern assoziiert wurde.
Yama-geta (山下駄)
Eine Variante, bei welcher sowohl Sohlen als auch Fußbett nahtlos aus demselben Stück Holz gefertigt werden. Sie wurde insbesondere zur Edo-Periode von Zimmerleuten gefertigt und angeboten. Sehr oft ist sind diese Geta rechteckig geformt und aus dem Holz des Blauglockenbaums hergestellt.
Yoshiwara-Geta (吉原下駄)
Weitgehend vergleichbar mit den oben beschriebenen Yama-geta, jedoch aus Sicheltannenholz gefertigt. Der Riemen besteht aus Bambusfasern. Diese Geta wurden in der ersten Hälfte der Edo-Periode von den Etablissements in Yoshiwara, dem Vergnügungsviertel Edos an Gäste verliehen, wenn Regen fiel.
Pokkuri-Geta (ぽっくり下駄)
Geta, welche insbesondere von den Kurtisanen von Yoshiwara und Shimabara getragen wurden. Auch Geishas trugen während ihrer Ausbildung diese Geta-Variante. Sie wird heute noch im Allgemeinen von jungen Mädchen getragen. Pokkuri-Geta sind recht hoch und an der Unterseite schwarz oder weiß lackiert, manchmal auch mit Tatami-Material bezogen. Sie werden auch als Okobo, Koppori und Kobokobo bezeichnet.
Robô (露卯)
Geta mit verschieden geformten Sohlen, bei denen auf der Oberseite des Fußbetts die Nägel zu sehen sind, mit denen die Sohlen befestigt sind. Sie wurden in der frühen Edo-Periode getragen.
Yanagi-Geta (柳下駄)
Geta, bei welchen das Fußbett aus Weidenholz, die Sohle aus Magnolienholz gefertigt sind.
Ba-geta (馬下駄)
Der unmittelbare Vorfahre der heutigen Geta: viereckiges Fußbett, mit verschieden geformten Sohlen und aus Sicheltannenholz hergestellt. Der Name ("Pferde-Geta") stammt von dem Ton, den die schräg geformten Sohlen beim Aufsetzen auf den Boden erzeugen.
Koma-geta (駒下駄)
Eine Weiterentwicklung der Ba-geta, welche nicht nur für den Einsatz bei Regen, sondern auch bei trockenem Wetter vorgesehen sind. Sie wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts sowohl von Männern als auch Frauen als Alltagsschuhwerk getragen. Bis zum Beginn der Meiji-Periode stellten Sie die am meisten verbreitete Geta-Variante dar.
Kiri-Geta (桐下駄)
Eine kostspielige Geta-Variante, welche als Luxusartikel kurze Zeit nach Einführung der Koma-geta entstand. Zunächst wurden sie schwarz lackiert, später hauptsächlich naturbelassen angeboten.
Odawara-Geta (小田原下駄)
Eine Variante, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf den Fischmärkten Tokios entstand, und die Urform der späteren Trockenwetter-Geta. Ihre Sohlen konnten bei Abnutzung überaus leicht ersetzt werden und der aus Leder gefertigte Riemen verlieh ihnen bestechende Eleganz. Sie wurden aufgrund ihres Werts als Statussymbole bevorzugt von den Händlern des Fischmarktes getragen.
"Einzahn-Geta" (一本歯下駄)
Während Geta im Allgemeinen über eine zweigeteilte Sohle verfügen, gibt es auch eine Variante mit nur einem einzigen Quersteg pro Schuh, wie sie der Tengu getragen haben soll. Ursprünglich wurden diese Geta von Straßenkünstlern und Akrobaten getragen, um den eigenen Gleichgewichtssinn zur Schau zu tragen.
In der heutigen Zeit erfreut sich dieses Modell neuer Beliebtheit im Wellness- und Chiropraktik-Bereich, da diese Geta-Variante dem Gleichgewichtssinn, der Körperbalance sowie den Beinmuskeln zuträglich sein soll.
Verbreitung und Bedeutung
Heutzutage werden Geta am häufigsten zu traditionellen Anlässen zusammen mit dem Yukata und von Sumo-Kämpfern getragen. Eine Eigenart des Schuhs ist es, dass man ihn meist hört, bevor man ihn sieht. Die hölzerne Fußbekleidung gibt bei jedem Schritt des Trägers ein typisches Klacken von sich. Manchmal wird behauptet, dass es dieses Geräusch sei, das ältere Japaner im modernen Leben am meisten vermissen. Auf der anderen Seite ist es das Geräusch, welches jeder Sumo-Kämpfer am wenigsten vermissen wird, da das Tragen von Geta nur in den beiden untersten Ligen verpflichtend ist. Außerdem tragen die Geishas diese Schuhe im Winter. Zukünftige Geishas ("Maikos") tragen andere Schuhe, sogenannte Okobo.
Geta im Sprachgebrauch
Ein japanisches Sprichwort sagt: Man weiß es nicht, bevor man nicht Geta getragen hat. Verwendet wird diese Redensart in der Bedeutung, dass man den Ausgang eines Wettkampfes nicht vor dessen Ende kennen kann. Weil das Tragen von Geta eine Person aufgrund der hohen Sohle größer erscheinen lässt, hat Geta tragen eine übertragene Bedeutung: Man verwendet es, um auszudrücken, dass etwas größer oder umfangreicher erscheint, als es bei genauerer Betrachtung wirklich ist.
Oder: Ein Kampf ist nicht beendet, bevor man nicht wieder die Geta anzieht. Da ein schnelles, sicheres Laufen in Geta schwierig ist, und Holz auf vielen Untergründen rutscht, wurden in der Feudalzeit Japans die Geta von zwei Duellanten vor dem Kampf ausgezogen, und man kämpfte in Tabi oder barfuß. Erst wenn der Kampf eindeutig entschieden war, hatte man Zeit, wieder in die Geta zu steigen.

Mittwoch, 21. April 2010

Mittwoch

Guten Morgen es ist Mittwoch, 21 April 2010 laut Mondkalender ein Wassertag
im Sternzeichen Krebs. Der Mond steht im 1. Viertel und ist zunehmend.
Namenstag Alexandra

Auf meinem Tagesplan steht: Aufräumen/ Blumen gießen ( gut)

Garten: Hecke schneiden, Blumen gießen ( gut)
Rasensamen ausstreuen (gut)
Körperpflege: Gesichtsmasken, anregendes Bad ( gut)
Diät: Aufpassen vor "Dickmacher"
Spinat, Salat essen ( gut)
Nicht gut, Haareschneiden, Dauerwelle, Fenster putzen, Brot backen.

Dieser Information folgend habe ich meinen heutigen Tagesplan gestaltet.
Da ich im Moment "Selbstversuch" Diät nach Mondkalender mache habe ich festgestellt das es stimmt.
Neumond abnehmend 1,5 kg abgenommen.
Mond zunehmend 400gr. Gewichtzunahme. Diese Schwankungen sind aber normal in unserem Biorhythmus. Sollten aber 500 gr. nicht überschreiten.
Probiert es doch selber einmal aus, kostet ja nichts.
Ich stelle fest das ich weniger gestresst bin, Garten und Hausarbeit schneller
erledigt sind und ich mehr Freizeit habe.

Mittwoch, 14. April 2010

Der beste Zeitpunkt

Guten Morgen heute 14 April 2010 gibt es laut Mondkalender den lebendigsten und inspirierendsten Neumond im ganzen Jahr!
In vielen Kalendern ist der Neumond oft als schwarze Scheibe eingezeichnet. Mittlerweile gibt es in vielen Zeitschriften auch
neben Horoskop den Mondkalender.
Ich habe vor vielen Jahren mal ein Mondlexikon und Mondkalender
zum Geburtstag geschenkt bekommen und nachdem ich das eine oder andere gelesen hatte einiges ausprobiert. Ich muss ehrlich gestehen, anfangs dachte ich na ja....Gartenarbeit, putzen nach Mondkalender, ich weis nicht. Bester Tag zum Haareschneiden? Da ich von Natur aus neugierig bin dachte ich mir ausprobieren kann man ja mal und war echt erstaunt es stimmt was ich da so gelesen hatte. Das erste was ich ausprobiert hatte war Fenster putzen. Dann
Haareschneiden, usw. Heute lebe ich ganz automatisch mit dem
Mondkalender und bin fest davon überzeugt das der Mond bestimmte Dinge in unserem Leben beeinflusst.
Für mich steht der Neumond als Neuanfang. Plane ich etwas wie
z.B. jetzt ein neues Fitness Programm fange ich immer an einem
Neumond damit an. Alles was ich plane und mir fest vornehme kommt zuerst auf mein Wunschbrett das hinter meinem Schreibtisch angebracht ist. Hier sehe ich es jeden Tag und hier
fallen mir dann auch oft die Dinge wieder ein die ich erledigen wollte aber vergessen hatte. Ich denke wir alle kennen die Situation
Beruf, Haushalt, die Dinge die wir erledigen damit unser Leben funktioniert, erledigen wir. Danach ist "Feierabend" ! So habe ich auch viele Jahre gelebt.
Dann stellte ich fest, vieles was ich mir vorgenommen hatte ist auf der Strecke geblieben, Hobby lesen, Freunde treffen usw. all die
Kleinigkeiten die Spass machen, dazu aber keine Zeit da ist weil man das nicht eingeplant hatte.
Da kam mir der Mondkalender zur Hilfe. Es kann jetzt jeder lachen oder es selber mal ausprobieren. Seid dem ich nur noch an guten
Putztagen putze, spare ich Zeit und mein Haus ist immer sauber.
Mein Mann hatte vor kurzem so ein A-ha Erlebnis. Er wollte an
einem Wochenende Papiere ordnen und am PC arbeiten. Ich schaute
im Kalender nach und dachte o je... kein guter Tag. Und so war es dann auch. Es war das schlechteste Wochenende um diese Dinge zu tun. Was ich damit sagen will ist folgendes:" Die 10 Stunden" die er
gearbeitet hat mit dem Ergebnis frustriert aufzugeben" kann man
mit einem besseren Plan "positiv" und erfolgreich nutzen.
Jetzt versucht es selber mal.
Heute 14 April " Neumond/ Neuanfang"!

Montag, 12. April 2010

Abnehmen aber Gesund

Montag 12 April 2010

Guten Morgen und vielen herzlichen Dank für die
Unterstützung und Zustimmung.Die E-Mails werde
ich im laufe der Woche beantworten.
Wie der eine oder andere von mir schon mitgeteilt bekommen hat, freue ich mich auf Besuch auf
meinem Blog und fände es schön wen ihr aktiv
mit dabei seid.
Gestern erreichte mich eine mail die ich jetzt
hier in meinem Blog aufnehme.
Die Frage war: " Was ist BMI"
( Body Mass Index) ist die Antwort.
BMI= Gewicht kg/ Größe cm/ Alter (Jahre)
Die Frage was ist Übergewicht und was ist Untergewicht sollte immer mit einem Arzt besprochen werden. Und ja, es ist richtig das wir
das Problem Untergewicht selten bereden oder
darüber Informationen bekommen.
Ich persönlich denke es ist immer sehr schwierig Grenzen festzulegen. Was ist heute normales
Gewicht, da streiten sich in allen Ländern die
Wissenschaftler. Auch hier in Japan.
Ich denke wir sollten herausfinden was ist unser
Wohlfühlgewicht.
Wie unser Ernährungszustand ist, vor allem bei
Kinder und Jugendlichen kann heute durch Blut-
untersuchungen eindeutig Ergebnisse liefern.
Nur, und das betone ich noch einmal, sollte jeder
diese schriftlich mitgeteilt bekommen. Ich selber
habe das auch in Deutschland erlebt. Blutabnahme
beim Arzt und dann wurde mir am Telefon mitgeteilt: " Alles in Ordnung " Das ist nicht OK!
Jeder sollte die Information erhalten wie sich
das Blutbild verändert hat.Veränderungen finden statt, lange bevor man krank wird. ZB. Cholesterinwerte, liegen diese im unteren, mittleren oder im oberen Bereich, aber immer noch
im so genannten " in Ordnung" Bereich.
Und wie haben sie sich verändert.Meine Beschwerde das, dass so nicht akzeptiert wird von
mir hat dann Unruhe verursacht. Mir wurde
mitgeteilt das ich schriftliche Mitteilung bezahlen
muss, 40 Euro wollte der Arzt. Ich teilte dann mit,das ich lediglich die "Laboruntersuchungs-" Ergebnisse haben möchte die ja von mir bezahlt wurden.Beschwerde bei meiner Krankenkasse hat
dann nach 8 Wochen gefruchtet.Ich bekam meine
Untersuchungsergebnisse schriftlich und siehe da,
Cholesterin Wert war im oberen Bereich wie ich
es vermutet hatte.
Dieses kleine Beispiel zeigt, das wir uns so in
Zukunft nicht mehr abspeisen lassen sollten.Ich
hatte das Glück sofort meine Ernährung umzustellen und habe heute 3 Jahre später sehr
gute Werte weil ich darauf achte was ich esse.
Wir alle wissen das wir vielleicht auch Familienbedingt bestimmte Veranlagungen mitbekommen. Je früher ich meine Ernährung umstelle, somit Vorsorge, je später trifft das ein
was unsere Eltern vielleicht an Krankheiten hatten. Ich kenne das aus eigener Erfahrung und
habe das auch bei meinen Kindern erlebt.
Ich hoffe, jeder der das jetzt liest überlegt sich
das er eigenverantwortlich ist und sollte das bei euch auch so sein das der Arzt euch nur mitteilt
Blutuntersuchung ist OK! " Beschweren" Krankenkasse anrufen. Das gleiche gilt für Vorsorgeuntersuchungen. Nehmt alles in Anspruch!
Jetzt komme ich zum Ursprungsblog zurück.
A- wie abnehmen und was uns oft nicht bewusst ist.
* Was ist mein BMI( Body Mass Index)
* Wieviel Kg sollte ich abnehmen
* Was verbrauche ich eigentlich täglich
an Kalorien?
* Wieviel Kalorien esse ich wirklich.
Die gleichen Fragen sollte man auch für die Familie beantworten. Ich war erstaunt, als mir gesagt wurde,
mein bedarf ist 1800 pro Tag um mein Gewicht zu
halten. In Deutschland meinte der Arzt 2000!
Soweit ich jetzt lese wird das so allgemein angenommen. Esse ich jetzt 200 Kalorien jeden Tag mehr, passiert das was wir alle kennen, wir nehmen
pro Jahr zu. Bei einer Freundin waren es 1-2 kg pro
Jahr ( nach 5 Jahren hat sie 8 kg mehr Gewicht gehabt) Ihr Tagesbedarf liegt noch unter meinem.
Was wir beide jetzt erfolgreich durchgezogen haben ist folgendes. Unser Speiseplan wird nach "Aktiver
Tag" oder " Normaler Tag" geplant.
Wir schreiben uns Wochenplan/ Speiseplan.
Um zu verstehen was ich meine schreibe ich
Montag 12 April - Regen - "Normaler Tag"
Frühstück: Bio-Jogurt/Muesli/Banane Kaffee
( aufräumen,Staubwischen, saugen, Betten machen,
Bad/Toilette putzen, 3 Std. PC arbeiten)
Mittagessen: Tunfischsalat-Sandwich, Grüner Tee
( einkaufen/Auto,Abendessen vorbereiten, Küche sauber machen, 10 Hemden bügeln, PC arbeiten)
Abendessen: japanisch- Kürbis mit Hähnchenhackfleisch-klößchen, Miso-Suppe, Reis
eingelegtes Gemüse,Nachtisch Erdbeeren.
Jetzt rechne ich Kalorien die ich esse, minus
Kalorien die ich verbrauche.
Versucht mal heraus zu finden wieviel Kalorien verbraut man zB. 3 Std. PC arbeiten ?
Nicht viel! Das verrate ich schon mal.
Wer so plant und umstellt braucht keine Diät.
Wer jetzt zu viele nicht verbraucht Kalorien hat,
10 Min. laufen auf dem Laufband/ Fahrrad/ Heimtrainer, tanzen, Bein/ Bauch/Po Übungen
kann man dann immer noch am Abend einplanen.
Wir machen das seid dem 3. Jan. 2010 und haben dabei
unser Gewicht auf einen normalen Body Mass Index gebracht. Wir naschen, trinken Alkohol, essen gut,
haben gute Laune, und echt nie "Hunger"!
Wen das Wetter es zulässt gehen wir zusammen laufen, machen Tai-chi im Park, fahren mit dem Rad.
All das kostet "kein Geld", die Familie kann das
gleiche essen,es dauert etwa eine Std. das auf zu-
schreiben und zu planen, das sollte man wirklich tun.
Das ist ganz wichtig!
Was wir auch machen, ist uns jetzt aufgefallen und
genau so wichtig " positive Unterstützung"
wenn man keine "Lust" hat, sich aber auf Sport
eingestellt hat, überwindet man den innerlichen
Schweinehund und geht dann doch. Das so genannte -bestBody-System hilft ungemein.
So meine "Bitte" ausprobieren!
Der kommende Blog lautet "Richtiger Zeitpunkt"

Freitag, 9. April 2010

Tee und Gesundheit

Tee Herstellung


Nach dem Welken der frisch gepflückten Blätter verhindert ein kurzes Erhitzen, Rösten oder Dämpfen der Teeblätter die Fermentation. Aus diesem Grund bleiben nahezu alle im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe erhalten. Die Umwandlung der Inhalte u. a. in Aromastoffe ist unterbunden. Wie der Schwarztee wird auch der Grüntee gerollt, hier aber nur, um das Teeblatt zur Weiterverarbeitung geschmeidig und den Weg der Inhaltsstoffe in die Tasse frei zu machen.

Tee -Geschichte

Die Teepflanze wird seit mehreren tausend Jahren in China angebaut, dort wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. diese neue Variante der Verarbeitung von Tee hervorgebracht. Der Dichter Lu Yü hat sie 780 n. Chr. ausführlich beschrieben. Im gleichen Jahrhundert brachten buddhistische Mönche Tee (Matcha) von China nach Japan. Das Werk des Lu Yü leitete eine neue Form der Teezubereitung ein. Der zu Ziegeln oder anderen Formen gepresste Tee (Tang-Dynastie) wurde nun zu Pulver gerieben und mit kochendem Wasser zubereitet. Das sollte dann in der nachfolgenden Song-Dynastie noch verfeinert werden, die Teeblätter kamen nach dem Dämpfen und Trocknen direkt in Steinmühlen – Ursprung der heute noch in Japan üblichen Teezeremonie (siehe auch Matcha). Zur Zeit der Ming-Dynastie wurde dann der Tee ohne vorherige Pulverisierung mit heißem Wasser aufgebrüht – die noch heute übliche Form der Zubereitung. In dieser Zeit (16. und 17. Jahrhundert) verbreitete sich der grüne Tee auch in Europa.
Siehe auch: Chinesische Teekultur
Inhaltsstoffe
Der wichtigste Inhaltsstoff des Tees ist das anregende Koffein (früher im Zusammenhang mit Tee auch als Tein, Teein oder Thein bezeichnet). Weiterer Bestandteil der Teeblätter ist Catechin, die wichtigsten Vertreter sind Epicatechin (EC), Epicatechingallat (ECG), Epigallocatechin (EGC) und Epigallocatechingallat (EGCG). Die meisten gesundheitsfördernden Wirkungen des Grüntees werden den Catechinen zugeschrieben. Allerdings sind die Catechine auch die Stoffe, die dem Tee den bitteren Geschmack verleihen.
Wichtig für den Geschmack eines Grüntees sind die Aminosäuren in den Teeblättern, allen voran das Theanin. Die Aminosäuren machen bis zu sechs Prozent der Trockenmasse der Teeblätter aus. Der Gehalt an Aminosäuren lässt sich gezielt beim Anbau erhöhen, indem man die Teepflanzen im Frühjahr beschattet.
Andere Inhaltsstoffe sind Vitamin A, Vitamin B, B2, Calcium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel, Carotine und Fluor. Gewisse Inhaltsstoffe fallen für die Resorption nicht sonderlich ins Gewicht.
Grüner Tee enthält mehr Gerbstoffe (Tannine) als Schwarzer Tee. Deshalb schmeckt er herber als Schwarzer Tee. Die Gerbstoffe wirken bei nervösem Magen und Darm beruhigend und bei trägem Darm stopfend.

Tee Sorten

Grüner Tee, China Maojian

Der Sortenreichtum an Grünem Tee ist sehr groß, es soll mehr als 1000 Sorten geben.
Neben China ist Japan der Hauptproduzent an feinen grünen Teespezialitäten. Grundsätzlich unterscheiden sie sich geschmacklich von den chinesischen – in China liebt man einen leicht herb-rauchigen und häufig eher blumigen Geschmack, während japanische Grüntees eine grasig-frische Note auszeichnet. Zu diesem Zweck werden chinesische Grüntees zumeist in Pfannen angeröstet, während japanische Grüntees mit Wasserdampf behandelt werden. Bekannte Sorten in diesem Bereich sind Sencha, Bancha, Kukicha, Genmaicha und die absolute Spitzenqualität, der Gyokuro. Shincha ist die erste Sencha-Ernte eines Jahres und in Japan sehr begehrt; außerhalb Japans spielt er keine so große Rolle, da ein wesentlicher Reiz in der besonderen Frische liegt. Das Teepulver für die japanische Teezeremonie, der Matcha, erlebt in Europa gerade seinen Durchbruch, insbesondere mit modernen Zubereitungsformen wie Matcha-Latte oder Matcha-Eis.
Einige Sorten, nach Herkunft geordnet:
Japan (Auswahl, alphabetisch)
Bancha („gewöhnlicher Tee“, japanisch: 番茶), ähnlich dem Sencha, niedriger Koffeingehalt, viel Kalzium, wächst im Gebiet um den Berg Fuji
Fukamushi-Cha (stärker bedämpfter Sencha)
Gabalong
Genmaicha (mit gerösteten Reiskörnern angereicherter und dadurch aromatisierter Tee)
Gyokuro („edler Tautropfen“), Schattentee, grasig, hoher Koffeingehalt
Houjicha, gerösteter Sencha/Bancha
Kabusecha (unter dem Halbschattennetz gewachsener Tee), ein Sencha, der unter ähnlichen Lichtbedingungen wächst wie die wilde Teepflanze
Kukicha, hoher Anteil an Stielen und Blattrippen, grasig, nadelförmiges Blatt, mild und koffeinarm
Matcha („gemahlener Tee“, japanisch: 抹茶), Pulvertee, Schattentee
Sencha („gedämpfter Tee“, japanisch: 煎茶), der am häufigsten getrunkene Grüntee Japans
Tamaryokucha (japanisch: 玉緑茶), andere Form eines gerösteten oder gedämpften Tees
Yonkon, kleines kurz gedrehtes Blatt
China (Auswahl, alphabetisch)
Cris Cross, weicher Blatt-Tee mit jadegrüner Farbe
Chun Mee („wertvolle Augenbraue“), kräftig, leicht rauchig
Gunpowder („Schießpulver“), zu Kugeln gerollte Teeblätter, bitter
Li-Zi Xiang, goldgelber Tee
Lung Ching oder Longjing („Drachenbrunnentee“, häufig nur als „Drachentee“ bezeichnet, wobei die Übersetzung mit „Drachenbrunnen“ korrekt ist), aus Provinz Zhejiang, flache grüne Blätter, jadegrüne Farbe, würziger Duft, im Aufguss klar und gelb
Mao Feng (Mao = behaart, Feng = spitz), Tee aus dem Hochgebirge, leicht gedrehte silbrige Blätter
Mao Feng Cris Cross, wird als edle Rarität bezeichnet, im Aufguss gelb-grüne Tasse mit fein süßlichen Nuancen
Mao Jian („Haarspitzen“)
Pi Lo Chun, tiefgrünes und fein gedrehtes Blatt, frisches Aroma, im Aufguss hell
Sencha, hell und weich, dennoch würzig
Tian Mu Quing Ding, fein gearbeitetes Teeblatt, im Aufguss jadegrün
Yuncui, wird als vollmundig, blumig, hocharomatisch beschrieben, handgearbeitetes, langes tiefgrünes Blatt
Indien
Bancha, feinherb und duftig, flaches dunkelgrünes Blatt
Darjeeling
Studien/ Medizinische
In der in Japan durchgeführten und über 11 Jahre laufenden sogenannten Ohsaki-Studie mit 40.530 Erwachsenen im Alter von 40 bis 79 Jahren wurde festgestellt, dass das Getränk positive kardiovaskuläre Eigenschaften hat und dadurch lebensverlängernd wirkt. Demnach sank die Sterberate bei männlichen Testteilnehmern, die mindestens fünf Tassen täglich tranken, um 12 Prozent, bei Frauen um 23 Prozent. Besonders Todesfälle wegen Herz-Kreislauferkrankungen waren seltener, auch hier bei Frauen deutlicher (31 / 22 Prozent). Eine Reduzierung der Sterblichkeit durch Krebserkrankungen wurde in dieser Studie nicht festgestellt.
Einige andere Studien geben Hinweise darauf, dass der regelmäßige Konsum von grünem Tee das Risiko, an Krebs zu erkranken, vermindern kann, da in den Teilen der Welt, in denen viel Tee getrunken wird, die Inzidenz für bestimmte Krebsarten geringer ist als im Rest der Welt. Für eine präventive Wirkung werden insbesondere die in manchen Teesorten natürlicherweise enthaltenen Polyphenole (v. a. das Epigallocatechingallat, EGCG) verantwortlich gemacht.
Eine Studie an Patienten mit Prostatakarzinom, die am Center for Human Nutrition an der David Geffen School of Medicine der UCLA durchgeführt wurde, konnte zeigen, dass das aus dem Tee stammende EGCG in den Tumoren nachweisbar war und das Zellwachstum hemmte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grüner Tee und Schwarztee helfen können, Prostatakrebs zu verhüten.
Die im Schwarztee und insbesondere im grünen Tee enthaltenen Polyphenole und Fluoride senken das Risiko für die Zahnkaries.
Durch die Zugabe von Milch fällt Calciumoxalat als schwerlösliches Salz aus. Die Gefahr von Nierensteinbildung wird so verringert. Allerdings bindet die Milch auch die als wertvoll geltenden Polyphenole.
Wer mehr als zehn Tassen grünen Tee am Tag trinkt, könnte damit seine Leber und Nieren schädigen. Dies behaupten Chung Yang und seine Kollegen der Rutgers-Universität New Jersey im Journal „Chemical Research in Toxicology“ nach einer Sichtung von Studien. Zu hohe Dosen der im grünen Tee enthaltenen Polyphenole können toxisch wirken, so Yang. Bislang konnte diese These in Studien am Menschen jedoch nicht bestätigt werden.
In einer weiteren japanischen Studie wurde gezeigt, dass sowohl Grüner Tee als auch Rotbusch-Tee (Rooibos-Tee) eine prophylaktische Wirkung gegen die Diabetische Nephropathie zeigen. Man geht davon aus, dass die im Grüntee enthaltenen Polyphenole, beziehungsweise die im Rotbusch enthaltenen Flavonoide, freie Radikale abfangen. Dadurch wird möglicherweise die Anlagerung von Glukose an körpereigene Proteine (die sogenannte Maillard-Reaktion) reduziert, wodurch die Niere wirksam geschützt sei. Die diabetische Nephropathie ist eine durch Diabetes mellitus ausgelöste Nierenerkrankung. Sie ist eine häufige Ursache für das Nierenversagen bei Diabetikern.
Chorea Huntington ist eine vererbte, neuro-degenerative Erkrankung. An Modellorganismen wurde festgestellt, dass Grüner Tee die zur Erkrankung führende Plaque-Bildung verzögern kann. Dafür verantwortlich ist die aus Grünem Tee gewonnene Substanz EGCG. Sie ist in der Lage, eine Verklumpung des sogenannten Huntington-Proteins zu verzögern. Transgene Fliegen, denen das Huntington-Gen übertragen wurde, zeigten zudem eine verbesserte Beweglichkeit nach Aufnahme von EGCG.
Der ägyptische Wissenschaftler Dr. Mervat Kassem fand heraus, dass Antibiotika deutlich besser wirken, wenn die Patienten zusätzlich grünen Tee trinken. Sein Forscherteam testete die Wirkung dieser Kombination an den Erregern von 28 Infektionskrankheiten. Der Grüntee verstärkte die Wirkung in allen Fällen. Selbst manche Keime, die nicht mehr auf Antibiotika ansprachen, wurden wieder angreifbar.
Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson werden durch die Bildung von Amyloidfibrillen verursacht. Die im Grünen Tee enthaltene Substanz EGCG verhindert deren Bildung durch Bindung an die nativen, noch ungefalteten Polypeptidketten. Dadurch werden statt der toxischen, faserförmigen Amyloidfibrillen harmlose, sphärische Oligomere gebildet.

Tee Zubereitung
Beim Aufbrühen von grünem Tee sollte Wasser mit einer Temperatur von höchstens 90 °C verwendet werden. Wenn das Wasser zu heiß ist, wird der Tee bitter bis ungenießbar, das hängt ein wenig von der Sorte ab. Die Hitze führt dazu, dass sich viele der im grünen Tee enthalten Stoffe zersetzen – das verursacht zum einen den bitteren Geschmack, zum anderen gehen viele der gesundheitlich wertvollen Wirkungen dadurch verloren. Kälter als 50 °C sollte das Wasser auch nicht sein. Mit steigender Temperatur verbessert sich die Löslichkeit der meisten Teebestandteile – ist das Ziehwasser zu kalt, dann können die wertvollen Inhaltsstoffe nicht in dem Aufguss gelöst werden. Für viele sind nun 70 °C, die goldene Mitte, die richtige Temperatur zur Teezubereitung. Letztlich ist es in dem genannten Bereich aber Geschmacksache und darf ruhig auch ein wenig schwanken. Die meisten Sorten grünen Tees sollten nicht länger als 30 bis 90 Sekunden ziehen.

Literatur
Jörg Zittlau: Gesundheit aus der Natur. Grüner Tee. Südwest Verlag, 1998